Personalgewinnung der Bundeswehr:Einblick in den Alltag der Streitkräfte per Mausklick hilft informieren

Pressemitteilung

Foto: Jens Lehmann
Foto: Jens Lehmann
Zur Kritik des verteidigungspolitischen Sprechers der Grünen Tobias Lindner an der neuen Personal-Werbekampagne der Bundeswehr zum Kommando Spezialkräfte (KSK) einschließlich eines KSK-Sportprogramms, bei dem die Nutzer Fitnesseinheiten computergestützt abrufen können, erklärt Jens Lehmann, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Leipzig und Mitglied des Verteidigungsausschusses:

„Die Bundeswehr braucht qualifiziertes Personal. Nach Jahrzehnten des Sparens und Schrumpfens, vor allem aber angesichts neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen weltweit, sogar deutlich mehr als früher. Die Internet-Serien ‚Die Rekruten‘, ‚MALI‘ oder ‚BIWAK‘ vermitteln ein lebensnahes und persönliches Bild des Alltags von Rekrutinnen und Rekruten in den Streitkräften, wie es sich junge Menschen seit Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr aus eigener Erfahrung machen können. Ich bin sicher, dass die Filme im Netz gerade deshalb so erfolgreich waren und angeklickt wurden. Für die IT-Camps der Bundeswehr wirbt man richtigerweise auch nicht per Handzettel, sondern über die Bildschirme, an denen die Computerspezialisten der Zukunft zu Hause sitzen. Den Vorwurf, es handele sich bei der neuen Reihe zum Kommando Spezialkräfte um eine ‚Action-Serie‘, halte ich vor dem Hintergrund dieses Gesamtkonzeptes, das die Bundeswehr von der Grundausbildung bis hin zu spezifischen Laufbahnen abbilden soll, für bedenklich.“

Lehmann, der Ende 2018 zum Sprecher und Stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats Spitzensportförderung der Bundeswehr gewählt wurde, sieht im Angebot des KSK-Fitnessprogramms große Vorteile: „Die Bundeswehr hat unlängst eigens eine nach der körperlichen Leistungsfähigkeit neuer Rekruten abgestufte Sportausbildung eingeführt, bei der jetzt auch ehemalige Leistungssportler als Ausbilder helfen, die angehenden Soldatinnen und Soldaten für ihren fordernden Dienst fit zu machen. Damit erschließt sich ein enormes Potenzial. Ohne Internet-Angebote erreichen wir mögliche Bewerber allerdings nicht. Ich sehe nichts Verwerfliches daran, ein Fitnessprogramm im Internet einzustellen, das verdeutlicht, welche zusätzlichen Anforderungen etwa an KSK-Soldaten gestellt werden. Ganz im Gegenteil. So können sich Interessenten frühzeitig informieren, was tatsächlich auf sie zukommt. Zu Ende gedacht heißt das weniger Abbrecher während der Grundausbildung und mehr hochmotivierte Soldaten für eine wachsende Zahl von Einsätzen, die der Sicherheit unseres Landes dienen. Deshalb sage ich: Je mehr innovative, zeitgemäße Mittel für Infokampagnen desto besser!“

8. Januar 2019

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