100. Jahrestag der Ausrufung der ersten deutschen Republik im Jahre 1918

Gedenkstunde des Deutschen Bundestages

Philipp Scheidemann verkündete am 9. November 1918 die erste deutsche Republik (Foto nachgestellt) @picture-alliance/akg
Philipp Scheidemann verkündete am 9. November 1918 die erste deutsche Republik (Foto nachgestellt) @picture-alliance/akg
Der Bundestag gedenkt heute des „Schicksalstags der Deutschen“. Vor 100 Jahren, am 9. November 1918, rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann vom Reichstagsgebäude aus die erste deutsche Republik aus. Wie kaum ein anderer Tag markiert der 9. November seitdem die wechselvolle Geschichte Deutschlands in den letzten 100 Jahren: die Reichspogromnacht am 9. November 1938 war für alle sichtbarer Vorbote der gewaltsamen Verfolgung und späteren Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und der Öffnung des Eisernen Vorhangs begann die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands in einem geeinten Europa.


Der Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hält die Ansprache in der Gedenkstunde, die um 9.00 Uhr im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes beginnt. Vor der Begrüßungsansprache durch Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble spielt das Nimrod Ensemble aus Berlin den ersten Satz aus dem Quintett für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello opus 30 von Paul Hindemith (1895-1963) aus dem Jahr 1923. Im Anschluss ist vorgesehen, das der Schauspieler Ulrich Matthes die Rede Philipp Scheidemanns zur Ausrufung der Republik aus dem Jahr 1918 vom Rednerpult aus zitiert. Das Nimrod Ensemble mit dem israelischen Klarinettisten Nur Ben Shalom trägt danach den ersten Satz aus dem Quintett für Klarinette und Streichquartett des israelischen Komponisten Paul Ben-Haim (1897-1984), Werkeverzeichnis 2163, vor. Es folgt die Gedenkrede des Bundespräsidenten. Zum Abschluss intoniert ein Blechbläserquintett der Universität der Künste Berlin die Europahymne und die Nationalhymne.

Die Gedenkstunde wird ab 9 Uhr live im Parlamentsfernsehen, im Internet auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten übertragen.

Quelle: Deutscher Bundestag
















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