Geisterspiele im öffentlich-rechtlichen Rundfunk übertragen

Angesichts der kommenden Geisterspiele in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga schlägt Jens Lehmann MdB vor, kurzfristig mehr Sportveranstaltungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu übertragen.

„Der Ausschluss von Zuschauern bei Sportveranstaltungen erreicht nun auch den Spitzensport. Die Fußball-Bundesliga trägt die kommenden Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor, die DEL hat die laufende Eishockeysaison abgebrochen. Deshalb schlage ich eine Übertragung der kommenden Geisterspiele im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vor. In dieser Ausnahmesituation wäre die Übertragung eine herausragende Lösung für alle Sportfans, die nicht live vor Ort sein können“ sagt Jens Lehmann, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Leipzig und stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss.

„Ich werbe dafür, dass sich die verantwortlichen Rechteinhaber kurzfristig zusammensetzen, um eine in Deutschland einmalige Situation im Sinne der Fans zu lösen. Wenn die Sender solange Spiele übertragen, wie diese unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden müssen, wäre das ein riesiger Gewinn für alle: für die Sender und für die Sportfans in Deutschland, die sonst ihre Mannschaften in den Stadien oder Hallen anfeuern“, so Jens Lehmann weiter.

Insbesondere würden Sportarten von dieser kurzfristigen Lösung profitieren, die auf die Einnahmen aus Heimspielen angewiesen sind. Dadurch könnte beispielsweise die Eishockeysaison doch noch zu Ende gespielt werden, die wegen des Coronavirus abgebrochen wurde. Ebenso würden weitere Sportarten wie Handball oder Volleyball von der Übertragung und der erhöhten Reichweite profitieren: „Dazu bedürfe es einer kurzfristigen und unbürokratischen Vereinbarung zwischen den Ligen, Vereinen, Sendern und Rechteinhabern und den Willen, dieser einmaligen Situation mit besonderen Maßnahmen zu begegnen“, so Jens Lehmann abschließend.

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